Homestaging – der Trend aus Amerika

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Für den ersten Eindruck, die eine Immobilie bei einem potentiellen Kaufinteressenten hinterlässt, gibt es keine zweite Chance. Denn nur wenige Sekunden entscheiden bei einer Besichtigung darüber, ob sich jemand in Ihrem Zuhause wohl fühlt und Interesse geweckt wird oder aber nicht. Hier kommt das sogenannte Homestaging – ein Trend aus Amerika – ins Spiel, dessen Ziel es ist, durch professionelles Gestalten von Räumen den Verkauf aktiv zu fördern.

Wohnungen und Häuser vor dem Verkauf zu „tunen“ und mit oft nur geringen Veränderungen gekonnt in zu Szene setzen, haben sich Homestager auch in unseren Breiten zur Devise gemacht. Um das Verkaufsobjekt bei etwaigen Interessenten möglichst ins beste Licht zu rücken und um dadurch zu erreichen, dass die Kauflust steigt, wird die Immobilie „entpersonalisiert“, das heisst, man präsentiert sie einer breiten Kundenschicht möglichst „geschmacksneutral“, um genügend Raum und Vorstellungskraft für eigenen Ideen von Einrichtung und Stil zu bieten.

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„Persönliche Dinge gehören zum Leben, aber nicht in den Verkauf“, lautet deshalb die Kernaussage von Barbara Schwarz, der Begründerin des Homestaging, die diesen Begriff schon in den 70er Jahren prägte und Immobilien mit Theaterbühnen verglich (Stage), die für Kaufinteressenten in Szene gesetzt werden müssen.

Ziel dabei ist es, jeden Raum nach seiner speziellen Funktion zu gestalten und somit publikumswirksam zu präsentieren. Dabei kommt es nicht immer auf ein großes Budget an, denn mit oft nur wenigen gesetzten Akzenten erreicht man es, Botschaften zu transportieren und positive Emotionen zu wecken. Man muss sein Heim nicht komplett neu einrichten, bereits das Umgestalten der Immobilie soll der Vorstellungskraft der Käufer auf die Sprünge helfen.

Um eine unaufdringliche und einladende Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, werden persönliche Gegenstände und Dekorationen der Eigentümer deshalb aus dem Vordergrund gerückt. Damit erreicht man, dass Kaufinteressenten sich nicht abgeschreckt werden und sich als Eindringling sehen, sondern sich angesprochen fühlen. Man will ja nicht das Haus des Vorbesitzers kaufen, sondern sich ein eigenes Zuhause schaffen. Deshalb ist es sehr hilfreich, die Räume zu entpersonalisieren und ihnen einen eher neutralen, aber doch ansprechenden Hotellook zu geben.

In den USA ist Home Staging darum seit den 70er Jahren ein bewährtes Präsentationsmittel beim Immobilienverkauf und verkürzt Studien zufolge die Verkaufszeit der Immobilie um ein Drittel bis zur Hälfte, wobei ein um 10-15% höherer Verkaufspreis erreicht werden kann.

2 Meinungen zu “Homestaging – der Trend aus Amerika

    • Karsten Koops sagt:

      Du hast natürlich recht, die Amerikaner haben es nicht erfunden: „Man muss die die Braut schmücken“ ist ein geflügeltes Wort, das es in der einen oder anderen Form in jeder Kultur gibt. Allerdings sind die Amerikaner meistens die ersten, die aus gesundem Hausverstand einen echten „Trend“ machen und diesen dann kommerziell und professionell verwerten. Insofern sind sie in diesem Fall auch eher Trendsetter als Erfinder. lg Karsten

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